Kleines Mädchen bekommt Brei gefüttert

Babys 1. Brei

Mariella Kinderernährung

Zwischen dem beginnenden 5. und dem 7. Lebensmonat ist es soweit. Es ist Zeit für die erste feste Mahlzeit in Form eines Breis [10].

Von den beiden, für das Wachstum und die Entwicklung besonders wichtigen Mineralstoffe Eisen und Zink sind in der Muttermilch nur geringe Mengen enthalten. Deshalb sollte die erste Beikost besonders reich an diesen beiden Stoffen sein[3]. Zink- und Eisenreich sind z.B.: bestimmte Getreidesorten, wie Hafer oder Hirse und Fleisch – vor allem Rindfleisch.Kleines Mädchen bekommt Brei gefüttertKulturelle Unterschiede

Welcher Brei als erstes angeboten wird, hängt mit der Kultur und Region in der man lebt zusammen. Während beispielsweise in vielen Ländern zuerst ein (Vollkorn-)Getreidebrei (Porridge) angeboten wird, ist es bei uns meist üblich zu erst einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zu füttern [7].

Essen braucht Zeit

Beginnen Sie ganz langsam Ihr Kind an feste Nahrung zu gewöhnen. Bieten Sie anfangs nur ein einzelnes Lebensmittel an, wie fein pürierte Karotte. Sie können hier auch auf ein Gläschen zurückgreifen. Ihr Baby wird nicht sofort alles aufessen. Nicht nur der Geschmack ist neu, auch die Konsistenz und das Essen vom Löffel brauchen etwas Gewöhnungszeit. Nach einigen Tagen wird Ihr Kind immer mehr Karottenbrei essen. Nun können Sie fein passierte Kartoffeln unter die Karotten mischen. Wenn sich Ihr Baby auch an diesen neuen Geschmack gewöhnt hat, fügen Sie etwas gekochtes, püriertes Fleisch, Öl (am besten Rapsöl) und etwas Saft hinzu, um aus dem Brei eine vollständige Mahlzeit zu machen.

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund empfiehlt folgendes Rezept:

  • 90-100 g Gemüse
  • 40-60 g Kartoffeln
  • 30-40 g Obstsaft
  • 20-30 g Fleisch
  • 8-10 g Rapsöl

Das Fleisch würfeln und in wenig Wasser garen (ca. 15 min.). Die Kartoffeln und das Gemüse gut waschen, putzen, kleinschneiden und zum Fleisch hinzufügen und für ca. 10 min. kochen. Anschließend alles pürieren, Saft und Öl hinzufügen und eventuell mit etwas Wasser verdünnen [10].

Natürlich können Sie auch auf fertige Menügläschen zurückgreifen. Achten Sie hier aber bitte auf die Zutatenliste und wählen Sie Produkte mit möglichst wenigen Zutaten. Die meisten Produkte enthalten relativ wenig Fett. Insbesondere dann, wenn dem Menü kein Öl zugesetzt wurde, sollten Sie einen Teelöffel Rapsöl unterrühren, bevor Sie den Brei füttern [10].

Abwechslung mit Maß

Sie können nun auch andere Gemüsesorten anbieten. Wenn Sie alle 2-4 Tage die Karotten durch eine neue Gemüsesorte ersetzen oder eine weitere Gemüsesorte hinzufügen, lernt Ihr Kind viele neue Geschmacksrichtungen kennen. Ihr Baby braucht aber nicht jeden Tag ein anderes Gericht. Wenn Sie zwischen der Einführung neuer Lebensmittel ein paar Tage Abstand einhalten, können Sie Lebensmittelunverträglichkeiten leichter erkennen [10, 12].

Weiterführende Infos finden Sie auf der Seite des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund www.fke-do.de und auf der Seite des Projekts „Richtig essen, von Anfang an“ www.richtigessenvonanfangan.at

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