Baby wird gefüttert

Der Übergang zur Familienkost

Mariella Kinderernährung

Wenn Ihr Baby nun schon die ersten Zähne hat und bereits mehrere komplette Breimahlzeiten erhält, wird es langsam Zeit Ihr Kind an die Familienmahlzeiten heranzuführen. Je nach dem, wie schnell die Entwicklung Ihres Kindes voranschreitet und wann Sie mit Beikost begonnen haben, wird dies früher oder später der Fall sein (siehe dazu auch „Babys 1. Brei„, „Babys 2. Brei„, „Babys 3. Brei„).

Baby wird gefüttert

Größere Stückchen – festere Konsistenz

Ein entscheidender Entwicklungsschritt auf dem Weg zu fester Nahrung ist die Fähigkeit die Zunge zu koordinieren und gezielt zu bewegen. Mit ungefähr 8 bis 10 Monaten sind Babys meist in der Lage, größere, weiche Stücke mit der Zunge auf dem Gaumen zu zerdrücken. Außerdem beginnen sie auch festere Bestandteile im Essen zu kauen [19]. Diese neuen Fähigkeiten sollten trainiert werden. Daher können die Breimahlzeiten nach und nach gröber werden und kleine Stücke enthalten.

Kochen Sie beispielsweise für einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei alle Zutaten weich, doch anstatt das Gemüse und die Kartoffeln zu pürieren können Sie diese mit einer Gabel zerdrücken. Hat sich Ihr kleiner Schatz an die etwas gröbere Konsistenz gewöhnt, können Sie das Gemüse auch nur noch in kleine mundgerechte Stückchen schneiden.

Eine andere Möglichkeit ist es, zum Getreide-Obst-Brei oder Milch-Getreide-Brei ein Stückchen Banane, reife, weiche Birne oder anderes weiches Obst am Stück anzubieten anstatt Obstpüree unter den Brei zu mischen.

Das Löffelchen zum Mund

Zwischen dem 9. und 12. Lebensmonat kann sich Ihr Baby bereits selbst füttern [2]. Das meiste Essen wird dabei wohl den Mund nie erreichen und in bunten Klecksen das Gesicht, das Lätzchen und den Tisch verzieren. Wichtig ist, dass Ihr Kind nun die Fähigkeit besitzt, Essen in Richtung Mund zu führen.

Möglicherweise greift Ihr Baby jetzt auch schon öfter nach dem Essen der anderen Familienmitglieder. Versuchen Sie so oft als möglich gemeinsam mit Ihrem Kind zu essen, denn Kinder lernen vor allem durch Nachahmung.

Der Übergang zur Familienkost fällt leichter, wenn Ihr Kind sieht, was denn so normalerweise in der Familie gegessen wird [20]. Das Baby kann nach und nach auch immer mehr am Tisch mit naschen. Reis, Kartoffeln, Nudeln, weiches Obst und Gemüse sowie Brot sind einige Beispiele für geeignete Lebensmittel. Versuchen Sie diese möglichst erst nach dem Kochen zu salzen. So können Sie eine kleine Menge der ungesalzenen Mahlzeit für Ihr Baby beiseite geben. Ab ca. dem 1. Lebensjahr können die Speisen Ihres Kindes auch schon geringe Mengen Salz enthalten (siehe dazu auch „Wenn Kleinkinder mitessen“).

 

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